20. - 22. September 2021

3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit - digital aus Nürnberg

Vom 20. bis 22. September 2021 findet der 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit erstmals im digitalen Raum statt. Der Bundeskongress, der ursprünglich für den 21. bis 23. September 2020 in Nürnberg geplant war, wurde aufgrund der Entwicklungen um die Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben.

Der Kongress wird veranstaltet vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund und dem Bayerischen Jugendring in Kooperation mit der Stadt Nürnberg.

Zentrale Veranstaltung der GEMINI zum Bundeskongress

21. September 2021 10:30 - 12:00 Uhr

„Förderung demokratischer Bildung? Lageberichte aus der Kinder- und Jugendarbeit zum 16. Kinder- und Jugendbericht“ (T-07)

Die GEMINI möchte in ihrem Beitrag die Debatte um den 16. KJB verbreitern, konkretisieren und weiterführen. Dabei wollen wir u.a. über politische Bildung in Feldern und Schnittstellen von Jugendarbeit berichten. Wie ist das Zusammenspiel von struktureller und repräsentativer Partizipation/Demokratisierung und politischem Lernen? Welche Bedingungen braucht politische Bildung? Welche Rolle hat die Kinder- und Jugendarbeit in Bezug auf  Demokratiebildung und wie verhalten wir uns zur politischen Bildung?

Talk im öffentlichen Stream mit

  • Prof. Dr. Wibke Riekmann und Prof. Dr. Elisabeth Richter, Medical School Hamburg
  • Dr. Helle Becker, Transfer für Bildung e.V.
  • Hanna Lorenzen, Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, Sachverständigenkommission des 16. KJB

Moderation: Daniela Broda, Stellvertretende Vorsitzende im Vorstand des Deutschen Bundesjugendrings e.V.


Veranstaltungen der GEMINI-Mitglieder

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. und Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et)

20. September 2021
15:00 - 16:30 Uhr
Politische Jugendbildung und Digitalisierung (S-012)

Die Veränderung und Durchdringung unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens durch die Digitalisierung ist allgegenwärtig und politische Bildung macht dies zum Thema. Denn nicht nur vor dem Hintergrund der Pandemie sind viele neue Konzepte entstanden. Eine besondere Rolle bei der politischen Bildung mit Medien spielt auch die Haltung der Akteur*innen in den Handlungsfeldern der Jugendarbeit. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen werden Dilemmata deutlich, die es zu diskutieren, zu reflektieren und zu lösen gilt. Anhand von konkreten Thesen werden in dem Workshop aktuelle Herausforderungen diskutiert und Handlungsansätze vorgestellt.
Wir stellen uns hier unter anderem die Fragen:
Welche Rolle spielt die Auseinandersetzung mit Werten in Medienpädagogik und politischer Bildung?
Wie können Ansätze von game based Learning politische Bildung unterstützen?
Wie sieht die Perspektive von Jugendlichen auf aktuelle Fragestellungen aus und welchen „Wert“ hat der auch medial vermittelte P2P-Ansatz?

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Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (AKSB)

20. September 2021 15:00 - 16:30 Uhr
Geschlechtsreflektierte Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen – am besten durch Vernetzung auf allen Ebenen (S-004)

Themen und Zielgruppen der geschlechtsspezifischen Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen soll ein Mehr an Bedeutung, Möglichkeiten, Öffentlichkeit und Gewicht gegeben werden. Dazu ist die Vernetzung zwischen Fachfrauen* in der Kinder- und Jugendarbeit, kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, freien Trägern der Jugendhilfe und anderen Akteur*innen zu einer gemeinsamen Praxis eine in Nürnberg und in der Region erprobte und für gut befundene Methode. Die Kolleg*innen aus der Praxis zur Diskussion vorgestellt wird.

Wie geschlechtersensible Arbeit gelingen kann, zeigt das Nürnberger Schulprojekt „Rebel Sisters“. Hier arbeiten Jugendsozialarbeit und politische Bildung gemeinsam mit niedrigschwelligen lebensweltorientierten Methoden, um die Selbstwirksamkeit der Mädchen* zu stärken und damit den häufig vorhandenen schulischen Defiziterfahrungen zu begegnen. Dafür hat sich ein geschlechtsreflektierter Ansatz bewährt. Wie dieser Ansatz gestaltet wird, welche Methoden angewendet werden, welche Fragen unter den Mädchen* am meisten diskutiert werden und welche Rolle die Zusammenarbeit von Jugendsozialarbeit und politischer Bildung in diesem Zusammenhang spielt, wird im Beitrag der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e. V. dargestellt.

Moderation: Ann-Kristin Beinlich, Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungsstätten in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (AKSB)

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Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben

20. September 2021
15:00 - 16:30 Uhr
Potentiale und Prozesse zur Erreichung von Zielgruppen für den internationalen Jugendaustausch - Praxisansätze und Forschungsprojekte (S-001)
Die Ergebnisse der Zugangsstudie haben gezeigt, dass es unterschiedliche strukturelle Barrieren und individuelle Hürden gibt, die junge Menschen von der Teilnahme an Formaten des internationalen Jugendaustauschs abhalten. In diesem Workshop möchten wir drei Ansätze zum Abbau dieser Hürden und zur Förderung von Angeboten vorstellen und diskutieren:
- Entwicklung von Qualitätskriterien für die Internationale Jugendarbeit in Thüringen
- Studie zur Internationalen Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern
- Rahmenbedingungen zum Austausch von Auszubildenden und Arbeitnehmer:innen

Workshop in Kooperation mit transfer e.V.
Moderation: Andreas Rosellen, Lina Kathe (transfer e.V.)
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21. September 2021
15:00 - 16:30 Uhr
Gender & Geschlechtergerechtigkeit sowie Migration & Arbeitswelt: Komplexe Themen mit Jugendlichen spielend angehen (S-063)

Spiele können einen einfachen und aktivierenden Zugang zu Inhalten politischer Bildung schaffen. Arbeit und Leben versucht jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf bei der Entwicklung eigener Positionen und Haltungen zu unterstützen sowie Orientierung und Impulse für mögliches Engagement und das Einbringen in soziale und politische Prozesse zu geben.

In diesem Workshop werden zwei von Arbeit und Leben entwickelte Brettspiele zu den Themen Gender & Geschlechtergerechtigkeit sowie Migration & Arbeitswelt vorgestellt, angespielt und ihr Einsatz in Seminaren, Workshops und anderen geeigneten Settings der Jugendarbeit und politischen Bildung diskutiert. Unsere Bildungsreferent*innen werden dabei ihre Erfahrungen in der Seminararbeit mit Berufsschüler*innen und Auszubildenden weitergeben.


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Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et)

20. September 2021
17:00 - 18:30 Uhr
Jung-Sein und Jugendarbeit im Osten
Grafiken zu den Wahlergebnissen verdeutlichen es anschaulich: in den ostdeutschen Bundesländern wird anders gewählt. (Junge) Menschen entscheiden sich für eine andere Vision von Gesellschaft oder erkennen nicht, für welche Vision sie ihre Stimme abgegeben haben. Aber auch andere Grafiken, bspw. zur Kinder- und Jugendarmut, zur Demographie, Corona-Verschwörungstheorien, Angebotsdichte für junge Menschen in Ländlichen Räumen, Fachkräftemangel etc. unterstreichen, dass es konkrete und teilweise eben "ostspezifische" gesellschaftliche Herausforderungen gibt. Deshalb ist Jung-Sein und Jugendarbeit in Ostdeutschland anders. Wirklich? Wenn über Jugendsarbeit in Deutschland gesprochen oder geschrieben wird, wirkt es so, als würde vor allem über Westdeutschland gesprochen. Auch in wissenschaftlichen Publikationen erscheint der Fokus in dieser Weise gesetzt zu sein. Wir wollen uns fragen: "Worüber müssen wir reden, wenn wir über Jung-Sein und Jugendarbeit in Ostdeutschland sprechen?" und wollen uns zu diesem Zweck vernetzen, um Interessen und Bedarfe zu bündeln. Diese Veranstaltung soll Beobachtungen und Erfahrungen austauschend zusammentragen, (eigentlich notwendige) anstehende kinder- und jugendpolitischen Entscheidungen benennen, Einblicke in bereits stattfindende Prozesse ermöglichen und auch Positionen und Handlungsoptionen generieren. Das Treffen hat einen offenen Ausgang. Es sind Personen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Verwaltung adressiert.
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21. September 2021
12:30 - 14:00 Uhr
Wenn das Blau in den Arbeitsalltag einsickert – Rechtspopulistische Angriffe auf die Kinder- und Jugendarbeit (S-046)
Rechtspopulistische Angriffe aus dem parlamentarischen Raum auf Projekte, Träger, Verbände und Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit häufen sich. Ganze Jugendringe werden als linksextrem bezeichnet. Es wird eine vermeintliche Neutralitätspflicht in der politischen Bildung oder gleich für alle Zuwendungsempfänger propagiert. Die AfD ist mittlerweile im Bundestag und in allen Landesparlamenten vertreten und hat auch auf kommunaler Ebene die Debattenkultur und die demokratische Kultur verändert. Die Partei verfügt über personelle Ressourcen und wirkungsvolle Social-Media-Auftritte.
Ein erster Input beleuchtet beispielhaft die parlamentarischen Aktivitäten der AfD in den Landtagen mit Bezug zur Kinder- und Jugendarbeit und -politik. Ein zweiter Input befasst sich mit einer vermeintlichen Neutralitätspflicht freier Träger, die ausgerechnet die AfD häufig einfordert – und in der Folge ggf. auch Förderer. Der dritte Input zeigt Beispiele auf, wie die AfD die Arbeit von Trägern vor Ort angreift, in Frage stellt oder erschwert. In einem vierten Teil möchten wir gemeinsam Gegenstrategien für die Kinder- und Jugendarbeit entwickeln.
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21. September 2021
15:00 - 16:30 Uhr
Diskurse in schwierigen Zeiten. Vom Bubblecrashen bis zum Umgang mit neurechten Strategien. (S-064)
Wie bleiben wir als Gesellschaft im Gespräch, wenn das Trennende bewusst oder unbewusst, scheinbar oder tatsächlich immer stärker wird? Bis zu welchem Punkt sind öffentliche Diskurse überhaupt noch möglich? Im Workshop werden zwei Zugänge dazu vorgestellt und diskutiert.
Bubblecrasher möchte junge Menschen darin bestärken, ihre Filterblasen zu verlassen und mit Menschen zu reden, mit denen sie sich sonst nicht auseinandersetzen würden. Dafür müssen die eigenen Bubbles zunächst als solche erkannt werden. Danach werden Tricks erprobt, wie man eine zuhörende Haltung entwickelt und mit Menschen in Austausch kommt, deren Meinung einem vielleicht gegen den Strich geht. Abschließend werden Ideen entwickelt, wie die eigene Filterblase verlassen werden kann und wie man mit den gemachten Erfahrungen umgeht. Das Ziel ist dabei, Lebenswirklichkeiten anderer verstehen zu lernen und gesellschaftliche Spaltung im Kleinen zu adressieren.
„Christian Mätzler von der Koordinierungsstelle Radikalisierungsprävention im Jugendamt der Stadt Nürnberg greift das Thema „Bubble“ auf, um im Anschluss einen kurzen Überblick über die neurechten Strategien wie „Reframing“, „Feindbildschaffung“, „Opferstatus“, „Spekakel“, „Tabubruch“, „Emotionalisierung“ und „Desinformation zu geben.“.
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22. September 2021
10:30 - 12:00 Uhr
Aufwind für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung in Ostdeutschland!? (S-110)

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg intensivierten in den letzten Jahren ihre Unterstützung für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung. Es entstanden Servicestellen, Landes- oder Kompetenzzentren, die den Auftrag haben, Kommunen dabei zu unterstützen, Kindern und Jugendlichen Mitwirkungsmöglichkeiten anzubieten und Partizipationsstrategien zu entwickeln.

Die Kommunen machen mit, weil sie Jugendbeteiligung wichtig finden, gesetzliche Vorgaben der Kommunalverfassungsordnungen umsetzen und Jugendliche in der Region halten wollen und Nachwuchs für die mehrheitlich alte Riege an Kommunalpolitiker*innen suchen.

Doch was ändert sich dadurch für die Kinder und Jugendlichen? Wird es perspektivisch durch die Beteiligung mehr Ressourcen für die Lebenswelten junger Menschen geben? Werden sich Lebenslagen junger Menschen in den Kommunen verbessern? Oder handelt es sich vielmehr um Placebos, die aber sonst keine Wirkung entfalten?

Diese Situation wollen wir analysieren und daraus gemeinsam mit den Teilnehmenden Handlungsmöglichkeiten ableiten, mit denen Mitbestimmung als echte Einflussmöglichkeiten auch in Bezug auf kommunale Ressourcen- und Haushaltsfragen organisiert werden kann.

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Deutscher Bundesjugendring e.V.

21. September 2021
15:00 - 16:30 Uhr
Shrinking Spaces - Junge Zivilgesellschaft unter Druck (T-13)

Dieser Vortrag findet auf Englisch statt:

Herausforderungen für junges zivilgesellschaftliches Engagement in Europa und weltweit:
Junge zivilgesellschaftliche Akteur*innen machen weltweit die Bedürfnisse junger Menschen in Politik und Gesellschaft sichtbar. In vielen Ländern werden sie jedoch unter Druck gesetzt und können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation vielerorts noch einmal verschärft. Den Blick auf die diese Missstände zu lenken - dazu können Akteur*innen der internationalen Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag leisten. Elisabeth Lüdeking, BDKJ, gibt eine kurze Einführung in das Phänomen Shrinking Space, weltweite Entwicklungen und die Bedeutung der Thematik für die Internationale Jugendarbeit. Im Anschluss erörtern Vertreter*innen von Brot für die Welt, dem Deutschen Bundesjugendring, dem belarussischen nationalen Jugendrat RADA und des Beirats Jugend des Europarats vor welchen Herausforderungen Europas junge zivilgesellschaftliche Akteur*innen derzeit stehen und diskutieren welche Antworten die Internationale Jugendarbeit darauf geben kann.

Moderation: Elisabeth Lüdeking, BDJK Bundesstelle

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22. September 2021
10:30 - 12:00 Uhr
Wirkungsvolle Jugendbeteiligung - schlagkräftig, stark und kompetent auf allen politischen Ebenen (S-116)

Ob auf Bundesebene, in den Ländern oder Kommunen, wirkungsvolle Jugendbeteiligung braucht Qualität, lebt von starken Akteur*innen vor Ort, neuen Ideen und guter Vernetzung. Die Veranstaltung gibt Raum, sich mit den Qualitätsstandards für gute Kinder- und Jugendbeteiligung auseinanderzusetzen sowie über die Chancen und Herausforderungen auf Landes- und kommunaler Ebene zu diskutieren. Um zu diesen Themen Austausch zu ermöglichen, werden in Breakout-Sessions die aktuellen Qualitätsstandards für Kinder- und Jugendbeteiligung des DBJR präsentiert, Jugend Macht Zukunft - ein Ansatz für eine Eigenständige Jugendpolitik und Beteiligung junger Menschen des KJR Sachsen - Anhalt vorgestellt, sowie die Rolle der kommunalen Jugendringe in Bezug auf Beteiligung, Ausstattung und Vernetzung diskutiert.

Moderation: Alma Kleen, stellvertretende Vorstandsvorsitzende DBJR

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Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.

20. September 2021
17:00 - 18:30 Uhr
Die Erde ist eine Scheibe, Angela Merkel ein Reptil? – FakeNews, Verschwörungserzählungen und Radikalisierung als Thema der Politischen Jugendbildung (S-027)
Junge Zielgruppen können sich ein Leben ohne Internet und Digitalisierung nicht mehr vorstellen, längst macht der Begriff „postdigital“ dafür die Runde. Die selbstverständliche, vielfach produktive und auch lustvolle Mediennutzung wird aber untergraben durch prekäre Netzinhalte wie HateSpeech, FakeNews und Verschwörungserzählungen, die sich – auch in postpandemischen Zeiten – als Herausforderung für unsere Demokratie erweisen. Aber wie kann die (außerschulische) politische Jugendbildung darauf eingehen? Darauf geben das Grimme – Institut, der
Deutsche Volkshochschul-Verband und INSIDE OUT e.V. Antworten. Praktische wie kreative Ansätze bieten die Modulbox und das Kurskonzept, welches die Grimme-Akademie im Auftrag des Deutschen Volkshochschul-Verbands entwickelt hat.
"How to Verschwörungstheorie?!“ ist ein kreativer Workshop zur Aufklärung über Verschwörungstheorien" von INSIDE OUT – eines von vielen digitalen und analogen Angeboten die INSIDE OUT bundesweit zur Radikalisierungsprävention anbietet - immer unter dem Motto: Prävention muss Spaß machen!

Die Angebote werden vorgestellt, angespielt und kritisch diskutiert.
Moderation: Johanna Kranz, Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.
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22. September 2021
10:30 - 12:00 Uhr
Gendergerechtigkeit und Identität (S-111)

Kinder und Jugendliche erfahren durch die Sozialisation in unserer Gesellschaft, sowie durch den Konsum von Medien, welche Erwartungen an sie geknüpft sind. Die bestehenden Rollenbilder und das Verständnis darüber, was typisch weiblich oder typisch männlich ist, spielen bei der Identitätsfindung von Jugendlichen eine elementare Rolle.

In diesem Workshop wird auf zwei Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit eingegangen. Zum einen wird das Projekt HEROES vorgestellt, welches Jugendlichen ermöglicht, tradierte und verbreitete Weltbilder und eigene Einstellungen zu reflektieren und sich dafür einzusetzen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Postmigrantische, junge Männer setzen sich hier intensiv mit ihrer eigenen Identität, Rollenbildern, Ehre, Gewalt, Rassismus und Gleichberechtigung auseinander, um anschließend ihr Wissen als Multiplikatoren in Workshops an Schüler:innen mit und ohne Migrationszuschreibungen weiterzugeben.

Zum anderen wird das Kurskonzept „Aus der Rolle (ge-) fallen!? Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache durch Extremist:innen sensibilisieren“ des Projekts Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt vorgestellt. Junge Erwachsene werden befähigt, geschlechtsspezifische Anwerbestrategien von religiösen und politischen Extremist:innen als solche zu erkennen und zu widerstehen. Hintergrund ist, dass eine geschlechterspezifische Ansprache vermehrt von extremistischen Gruppierungen zur Rekrutierung neuer (junger) Anhänger:innen gewählt wird.

Moderation: Johanna Kranz, Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.

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Gefördert von: